Klanglandschaften
  • Home
  • Vorstellungen
    • Jan-Dirk Platek-2024
    • Ellie Wilson
    • Lucy Clearwater
    • Garreth Brooke
    • Snorri Hallgrímsson
  • Reviews
  • Rubriken+Support
    • Jahresrückblick 2023
    • Belka&Strelka
    • Jahresrückblick 2022
    • Jahresrückblick 2021
    • Jahresrückblick 2020
    • Jahresrückblick 2019
    • Jahresrückblick 2018
    • PresseKit - Ein Leitfaden
    • WÆNDE – der Blick in die Vergangenheit.
    • Q3Ambientfest
    • Bekanntheit-Leitfaden
    • Bandsupport
  • Philosophie
    • Essay moderne Klassik
  • Impressum

aktuelle Reviews

Jochen Tiberius Koch - Cathedral (2023)

21/4/2023

0 Comments

 
Bild
The end of a journey.
Mit der Veröffentlichung vom neuen Album „Cathedral“ geht eine Ära zu Ende, welche der Leipziger Komponist Jochen Tiberius Koch 2018 mit dem Debüt „Walden“ begonnen hat. Wenn eine lange Reise zu Ende geht und das Ziel erreicht wurde, dann kann man wahrlich stolz sein. Nicht nur auf sich selbst, sondern weil der Komponist mit seinen nun insgesamt vier Alben einige Musikbereiche wahrlich bereichert und sehr attraktiv gemacht hat. Dabei vereint der Leipziger auf seinem neuen Werk wie gewohnt klassische Tugenden mit modernen Aspekten der Klangästhetik. Wie es in Zukunft mit der Musik aus der Feder von Jochen Tiberius  Koch weitergeht, wird die Zukunft zeigen. Der eingeschlagene Weg von „Cathedral“ lässt keine Zweifel auf zukünftige Meisterwerke aufkommen.

Jochen Tiberius Koch muss man eigentlich nicht mehr vorstellen auf dieser Seite. Seit dem Debüt begleitet der sympathische Mann das Musikmagazin einige Jahre schon. Dabei kristallisierte sich schon früh den progressiven Weg des Musikers heraus, die experimentelle Art und Weise, wie Klang und Gefühl am authentischsten herübergebracht werden kann. „Walden“ war der Anfang, es folgte 2020 „Astoria“ und das von Hemingway inspirierte Werk „Old Man and the Sea“. Jedes Album besitzt sein eigenes Konzept in Akustik und thematisiert besondere Geschichten und Orte. In einem Interview hat Jochen Tiberius Koch viel über seine Arbeit und Inspiration verraten, jedem Leser sei dieses an das Herz gelegt. Nun steht mit „Cathedral“ der Abschluss seiner Reise fest, in dem der Komponist ein Werk erschaffen hat, welches ganz klar einen neuen Maßstab seiner Art definiert.

Ozean an zeitloser Klangkunst


Schaut man grob auf das Gesamtpaket, fällt ganz klar die Nummer der Titel auf. Das hat auch seinen Grund, denn beide Titel haften eine faszinierende Immersion an, die dynamisch ausbalanciert wurde. Der Aufbau einer gefühlsbetonten Stimmung steht an erster Stelle, sehr dezent werden die Klangblüten auf die akustische Bühne präsentiert, um sie mit sehr viel Gefühl und Authentizität zum Erblühen zu bringen. Dieses geschieht mit einer Mischung aus Elementen der Musikbereiche moderne Klassik und Ambient. Klavier, Streicher und orchestrale Ebenen sind integriert, der elektronische Rahmen funktioniert als emotionaler Unterton. Dass „Cathedral“ zumindest im ersten Part auf massive Einflüsse von Post-Rock zurückgreift, ist hingegen neu. Allerdings erschafft der Leipziger so einen modernen Spagat mit klassischen Elementen, die zu einem homogenen Klanggefüge fließen. So entstehen durchaus eingängige Klangkathedralen, die melancholisch und auch euphorisch dem Hörer direkt die hinterste Ecke vom Herzen durchbohren.

Man muss es sich etwa so vorstellen. Am Ende einer langen und kalten Nacht, geht am Horizont langsam - aber majestätisch, die Sonne auf. In Erwartung von einem Gefühl aus Wärme und Hoffnung. So agiert der erste Teil vom Album, mit sphärischen Gitarreneffekten und klassischer Akustik-Bindung mit orchestralen Tangenten. Klanglandschaften, die man nicht mehr vermissen möchte. Der zweite Teil orientiert sich dann doch eher zurück zu den Wurzeln. Prominent ist hier das Klavier, unterstützt mit expressionistischen Klangfarben. Sehr bodenständig und teils intim, fragil schreibt der Komponist hier einen Liebesbrief an die klassische Musik, selbst die Chor- und Gesangseinlagen liegt eine gewisse Magie inne, die den Hörer noch lange nachhallen könnte. Am Ende wird noch eine Schicht alternative Gegebenheiten daraufgelegt, bevor Regentropfen sich am Boden zu einem Ozean an zeitloser Klangkunst zu vereinen.

Am Ende bleibt der Eindruck, dass man hier mit ein wahres Klangerlebnis erleben durfte. Eines, das auch berühren kann, auf sehr unterschiedlichen Ebenen. Das neue Album „Cathedral“ von Jochen Tiberius Koch ist durchaus eine Reise, die man fasziniert mitverfolgt und selbst sich wiederfindet, an Orten, die meist nur mit Gedanken erreichen werden können. Hesse schrieb einst „Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“ Jochen Tiberius Koch hat seit „Walden“ eine beeindruckende Wanderung in der Musik hingelegt und so diverse Musikbereiche diese „Gewöhnung“ entrissen. Release ist heute, der 21. April 2023 über Blue Spiral Records und erhält für seine Musikinterpretation eine Empfehlung vom Musikmagazin. Danke Jochen für die über vierjährige Reise, es war wahrlich eine, die man nicht wieder vergessen wird.

Bild
Ein wahrer Virtuose, der Leipziger Jochen Tiberius Koch.

Links zu Jochen Tiberius Koch:

  • Instagram
  • Blue Spiral Recs.

Cathedral - Songliste/Dauer:

1. 1st & 2nd Movement 22:03
2. 3rd & 4th Movement 23:01

(gesamt: 45:04)

0 Comments



Leave a Reply.

    RSS-Feed


    Labels

    Alle
    Ambient
    Indie Rock
    Indie-Rock
    Neoklassik
    Post Rock
    Progressive
    Shoegaze
    Singer/Songwriter
    Specials
    Unter Dem Radar



    "Die Musik ist die Sprache der Leidenschaft."

    Autor:

    André Schönauer


    Archiv

    Februar 2024
    Januar 2024
    Dezember 2023
    November 2023
    Oktober 2023
    September 2023
    August 2023
    Juli 2023
    Juni 2023
    Mai 2023
    April 2023
    März 2023
    Februar 2023
    Januar 2023
    Dezember 2022
    November 2022
    Oktober 2022
    September 2022
    August 2022
    Juli 2022
    Juni 2022
    Mai 2022
    April 2022
    März 2022
    Februar 2022
    Januar 2022
    Dezember 2021
    November 2021
    Oktober 2021
    September 2021
    August 2021
    Juni 2021
    Mai 2021
    April 2021
    März 2021
    Februar 2021
    Januar 2021
    Dezember 2020
    November 2020
    Oktober 2020
    September 2020
    August 2020
    Juli 2020
    Juni 2020
    Mai 2020
    April 2020
    März 2020
    Februar 2020
    Januar 2020
    Dezember 2019
    November 2019
    Oktober 2019
    September 2019
    August 2019
    Juli 2019
    Juni 2019
    Mai 2019
    April 2019
    März 2019
    Februar 2019
    Januar 2019
    Dezember 2018
    November 2018
    Oktober 2018
    September 2018
    August 2018
    Juli 2018
    Juni 2018
    Mai 2018
    April 2018
    März 2018
    Februar 2018
    Januar 2018
    Dezember 2017
    November 2017
    Oktober 2017
    September 2017
    August 2017
    Juli 2017
    Juni 2017
    Mai 2017
    April 2017
    März 2017
    Februar 2017
    Januar 2017
    Dezember 2016
    November 2016
    Oktober 2016

    Bild
    Hier geht es zur alten Seite von Gezeitenstrom auf Blogger.com

Powered by Create your own unique website with customizable templates.
  • Home
  • Vorstellungen
    • Jan-Dirk Platek-2024
    • Ellie Wilson
    • Lucy Clearwater
    • Garreth Brooke
    • Snorri Hallgrímsson
  • Reviews
  • Rubriken+Support
    • Jahresrückblick 2023
    • Belka&Strelka
    • Jahresrückblick 2022
    • Jahresrückblick 2021
    • Jahresrückblick 2020
    • Jahresrückblick 2019
    • Jahresrückblick 2018
    • PresseKit - Ein Leitfaden
    • WÆNDE – der Blick in die Vergangenheit.
    • Q3Ambientfest
    • Bekanntheit-Leitfaden
    • Bandsupport
  • Philosophie
    • Essay moderne Klassik
  • Impressum