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Jameson Nathan Jones - Signals (2020)

11/3/2020

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Die Erforschung von Klang und Tönen
Wie letzte Woche beim Interview mit dem amerikanischen Komponisten Jameson Nathan Jones angedeutet, gibt es nun ein paar Gedanken zum neuen Album „Signals“. Ein Werk im Genre des Ambient, das doch sehr viele expressionistische Züge an den Tag legt. Wie man eventuell beim Titel des neuen Albums vermuten könnte, legt Signals eine überdimensionierte Charakterrolle in Sachen Klang, Elektronik und Soundästhetik an den Tag. Eigentlich ganz anders, wie man es von den romantisierenden und melancholischen Kompositionen von Nathan Jones es gewohnt ist. Trotzdem besitzt es eine ganz eigene Magie.


Vorstellen muss man an dieser Stelle den Musiker Nathan Jones eigentlich nicht. Schon sehr lange kann man auf Gezeitenstrom Musikmagazin die Karriere vom amerikanischen Musiker und Komponisten verfolgen. Angefangen 2016 mit der EP „Of Past & Present“ auf dem alten Blog, hat sich der Musiker ein Platz tief in das Musikherz komponiert. Träumerische Klangteppiche, die eine tiefe Romantik zur klassischen Musik symbolisieren. Es folgten die herausragenden Werke „Sanctuary Sessions“ oder in der Referenz in der modernen Klassik 2019 ausgezeichnete Album „Static Deviations“. Ein kleines Zitat davon: „Das Album zaubert Dir ein Lächeln hervor und bringt Erinnerungen zurück. Sie lässt Dich mit romantischen Augenblicken alleine und flutet Dein Herz mit Licht.“ Doch wie jeder Komponist versucht auch der Amerikaner, ständig den Musikhorizont zu erweitern, neue Ansätze oder Facetten der Musik neu zu entdecken.

Dichte Atmosphäre aus Klangbildern und akustischer Vielfalt


Signals entstand aus dem Konzept von der Faszination aus Klang und Ton. Es setzt einfach auf die Kraftquelle der Instrumente und darauf, wie etwas so Rohes genutzt werden kann, um eindrucksvolle Klanglandschaften zu erstellen. Das Album ist weitgehendst mit elektronischen Mitteln instrumentalisiert, analoge Schichten vom Synthesizer werden wie Puzzleteile zu einem Gesamtbild konzipiert und melodisch aufpoliert. Futuristische Signaltöne, dröhnende oder wabernde Kaskaden der Elektronik, inklusive Loops, bilden das Klanggerüst in den meisten Titeln, die hin und wieder marginal mit dem Klavier unterstrichen werden. Beim Durchlauf der insgesamt 13 Stücken werden Stimmungen zwischen Nostalgie und futuristischen Schwingungen aufgebaut. Das komplette Album könnte perfekt als akustische Untermalung für diverse Sci/Fi Novellen herangereicht werden, dank dynamischer Gefühlswelten, die den Hörer eindecken. Mal ruhig und beschaulich, dann wieder aufgeregt, hektisch oder leicht verstörend.

Dass sich das Album von Vorgängern deutlich abhebt, merkt man schon im Opener „One“, wenn die elektronischen Klangmodule eine Art Faszination auf dem Hörer ausbreiten. Der experimentelle Anteil ist exorbitant mit weiterem Verlauf, bündelt sich zu einer eingängigen und melodiösen Atmosphäre in Stücken wie „Dismember“, „Expanse“ oder „Out of Time“. Zweifelsohne tragende Säulen des Albums, bei dem ein zeitloser Aspekt in Sachen Klangästhetik mitschwingt. Vor allem bei „Dismember“ sieht man die cineastische Komponente am deutlichsten, als würde die Einleitung eines Filmscore vor dem geistigen Auge durchlaufen. Die Implementation von sphärischen Klavierstrukturen verleiht dem Song einen ganz besonderen Platz im Herzen. Mit dem Epilog des Titeltracks „Signals“ vereint der Amerikaner eine Synthese aus Signalen, Klängen und gefühlvoller Melodie auf eine sehr beeindruckende Art und Weise. Am Ende manifestiert sich der Eindruck, Das Album „Signals“ glänzt mit einer dichten Atmosphäre aus Klangbildern und akustischer Vielfalt voller dynamischer Komplexität.

Viel gibt es da nicht hinzuzufügen, Fans von elektronischen Ambient mit leichtem Anteil aus der Neoklassik ist „Signals“ nur an das Herz zu legen. Die ausgewogenen Klanglandschaften bieten viel Spielraum für eigene Interpretationen. Als Fazit bleibt zu ziehen, Atmosphäre musikalisch ausdrücken ist nicht immer leicht und es gibt sicher viele Künstler, die sich daran versuchen. Der sympathische Musiker Jameson Nathan Jones zelebriert diesen Aspekt mit geradezu gespenstischer Perfektion, einen persönlichen Eindruck kann man sich diesem Freitag machen, denn da ist der offizielle Termin zum Release vom neuen Werk. Und was der Komponist zu seinem eigenen Werk, der Musik im Allgemeinen zu erzählen hat, erfährt man im Interview mit dem Musiker, dass es in Englisch und mit deutscher Übersetzung gibt.

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Das neue Album "Signals" erforscht Klänge und Töne im akustich-ästhetischen Gewand.

Links zu Nathan Jones:

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Signals Songliste / Dauer:

1. One 03:24
2. Two 03:32
3. Dismember 05:41
4. Machina 04:34
5. Grounded 04:04
6. Springs 04:03
7. Expanse 03:34

8. Impend 04:30
9. Out of Time 03:00
10. Still Here 01:43
11. As You Were 04:23
12. Monuments 04:56
13. Signals 04:22
(gesamt: 51:52)


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