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Andreas Ihlebæk - Nowhere Everything (2022)

22/11/2022

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Skandinavische Neoklassik mit Tiefe.
Es gibt Komponisten auf der Welt, die haben einfach das Talent, mit ihrer Musik direkt die eigene Seele abzubilden. Atemraubend schön, mit einer puren Essenz an skandinavischer Melancholie dringt das neue Album „Nowhere Everything“ von Andreas Ihlebæk aus Norwegen durch jede Schicht im Körper. Dabei interpretiert der Pianist den Musikbereich der modernen Klassik auf eine sehr cineastische Weise, mit sehr verträumten Dimensionen atmosphärischer Klangkunst. Selbst andere Musikgenres werden auf dem neuen Werk tangiert, um eine akustische Erzählstruktur zu erschaffen, die durchaus Komponenten an zeitlose Klangkunst beinhalten.

Seit dem Debütalbum „The Guest“ aus dem Jahre 2017 ist der norwegische Komponist und Pianist Andreas Ihlebæk zu einem hell, aufgehenden Stern am Firmament der Neoklassik aufgestiegen. Zum ersten Mal erwähnt hier auf dieser Seite wurde der Musiker mit seinem Werk „Come Summer Suite“ aus dem Jahr 2018. Schon da hat man das enorme Musikverständnis heraushören können. Zitat: „Mit fragilen und zarten Klavierspielen erreicht der Pianist so eine Ebene der Emotionalität, welche auch so einzigartig sind im Genre der modernen Klassik und die einen immer wieder gerne gefangen nehmen, mit dieser Harmonie. Sanfte und verträumte Klavierklänge, mit allen den melancholischen Facetten.“ Es folgten zwei Soloalben auf dem Klavier, mit dem neuen Werk „Nowhere Everything“ erschafft der Musiker ein homogenes Klanggefüge der Neoklassik mit Facetten aus anderen Musikbereichen.

Ein zartes und feinfühliges Bild der neoklassischen Akustik


Gerade jetzt, wo die Tage kurz sind und die besinnliche Zeit ansteht, entfaltet das Album seine ganze Magie. Es ist wie der Tanz der vieler Kerzen, die wie ein Leuchtfeuer die Dunkelheit durchbrechen und mit dem fragilen Licht eine wohlige und romantische Atmosphäre erschaffen. Fassaden aus Romantik und Melancholie, die hauptsächlich von Klavier zum Erblühen gebracht werden. Hinzu kommen Streicher-Arrangements, wie Cello und Violine und ein beschaulicher Gesang, die in Tempo und Agogik variieren können. Atmosphärische Klanglandschaften, die in den Klangstrukturen fusionieren, malen ein zartes und feinfühliges Bild der neoklassischen Akustik. Wogen aus verträumter Fragilität und Intimität, die sich sanft wie ein Schleier um den Hörer legen. Elemente aus dem Folk und leichte Brisen aus dem Jazz runden die Klangblüten sphärisch ab, ein Gefühl von Ruhe und Frieden breitet sich im Raum aus und manifestiert sich in die hinterste Ecke im Herzen. Selbst Andreas Ihlebæk lebt seine Gefühle auf dem Klavier aus, was man sehr deutlich an einzelnen Stücken heraushören kann.

Eine der tragenden Säulen, die man auf „Nowhere Everything“ vorfinden kann, ist die Diversität der insgesamt 11 Stücke. Denn diese ist sehr breit gefächert, reicht von reinen neoklassischen Stücken bis hin zu bodenständigen Folk-Stücken. Auch ein Eindruck, was sofort in das Ohr fällt, sind die sehr melodischen und eingängigen Melodiebögen und Klangstrukturen. Das Klavier, welches sehr expressionistisch gestaltet ist, entfaltet wahre gefühlsbetonte Klangfarben in Titeln wie „ Rain. Shine“ oder „I Dreamt“. Stücke wie beispielsweise „Wolves Must Also Sleep“ glänzen durch die Fusion der Musikbereiche und die oben erwähnte akustische Erzählweise. Verträumte Klavierpassagen und ein emotionaler Streicher duellieren sich bei „Of Light“ auf ein ganz herzergreifendes Niveau. Einzig und allein in diese sphärischen Klanglandschaften abzutauchen und sich davon entführen zu lassen, bleibt da der Weg, den man gerne annimmt.

Ob man bald dem stillen Tanz der Schneeflocken zuschaut oder den letzten, verbleibenden Herbstblättern beim Kampf gegen den Sturm beobachtet – das neue Album von Andreas Ihlebæk „Nowhere Everything“ ist da genau der richtige Gefährte der Akustik. Ein Geschenk im modernen Genre der Klassik, welches definitiv seine Daseinsberechtigung besitzt, mit dem Expressionismus, den der Norweger seit dem Debütalbum mitbringt. Hinzu kommt diese typisch, skandinavische Melancholie, die so einzigartig ist auf unserer Welt. Release war vor ein paar Tagen über NXN Recordings.

Bild
Nowhere Everything ist das neue Album von Andreas Ihlebæk aus Oslo.

Links zu Andreas Ihlebæk:

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Nowhere Everything - Songliste/Dauer:

1. Rain. Shine 03:32
2. All These Things 04:15
3. Quiet. Still 07:02
4. Of Light 05:16
5. Gone 03:05
6. Wolves Must Also Sleep 03:33

7. The Brew 02:54
8. Never Needed Nothing 07:02
9. I Dreamt 05:03
10. A Place For Us 03:20
11. After All. Of Us 08:16
(gesamt: 54:04)


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