Klanglandschaften
  • Home
  • Vorstellungen
    • Jan-Dirk Platek-2024
    • Ellie Wilson
    • Lucy Clearwater
    • Garreth Brooke
    • Snorri Hallgrímsson
  • Reviews
  • Rubriken+Support
    • Jahresrückblick 2023
    • Belka&Strelka
    • Jahresrückblick 2022
    • Jahresrückblick 2021
    • Jahresrückblick 2020
    • Jahresrückblick 2019
    • Jahresrückblick 2018
    • PresseKit - Ein Leitfaden
    • WÆNDE – der Blick in die Vergangenheit.
    • Q3Ambientfest
    • Bekanntheit-Leitfaden
    • Bandsupport
  • Philosophie
    • Essay moderne Klassik
  • Impressum

aktuelle Reviews

wemissedthesky - Sojourner (2023)

8/6/2023

0 Comments

 
Bild
Sphärische Post-Rock Landung.
Auch wenn am Firmament im Post-Rock nahezu unendliche Sterne zu finden sind, so kann man immer wieder Neue entdecken. Man muss nicht mal bis zu unserem Nachbarplaneten reisen, denn da landete in den späten 90s der Mars-Rover „Sojourner“ und ist auch der Titel vom neuen Album der Band wemissedthesky aus der Stuttgarter Region. Das Thema Weltall und Raumfahrt ist schon lange mit dem Musikbereich Post-Rock näher verknüpft, bietet es sehr viel Fläche für Interpretation dieser Gitarren-Philosophie. Dann starten wir mal den Countdown für den Lift-off zum neuen Album der Formation.


Wemissedthesky ist ein innovatives Postrock-Projekt, das emotionale Instrumentalmusik mit faszinierender visueller Kunst verbindet. Das in Stuttgart ansässige Projekt wurde von einer Gruppe talentierter Musiker und bildender Künstler gegründet, die die Leidenschaft teilen, kreative Grenzen zu überschreiten. Vorab gab es erste Impressionen in Form von Singles, im Juni erscheint nun ihr Debütalbum. Thematisch wie erwähnt geht es in die unendlichen Weiten des Weltalls, denn Sojourner war ein Versuchsfahrzeug, dessen Hauptaufgabe darin bestand, technische Lösungen, die von Ingenieuren des NASA-Forschungslabors entwickelt wurden, in der Marsumgebung zu testen. Tatsächlich taucht der Name Sojourner auch in popkultureller Form öfters auf, wie zum Beispiel in Andy Weir’s Kinofilm „Der Marsianer“.

Zeichnet historische Ereignisse der Raumfahrt mit Bildgewalt auf


Dann zünden wir mal die Triebwerke, denn das tut die Stuttgarter Formation auch auf ihrem Debütalbum. Sehr auffällig ist der cineastische Grad, den die Beiden ihrem Werk spendiert haben. Hinzu kommt der intelligente, durchstrukturierte Aufbau, der sehr dynamisch und melodisch abgerundet wird. Das Duo spielt gerne einen eingängigen Unterton im Post-Rock, der durchaus in Ekstase vollendet wird. Die Gitarrenbögen sind sehr energisch in ihrer Struktur, werden ab und zu von langsamen und verträumten Passagen abgerundet. Die Klangfarben aus dem Post-Bereich stehen meist direkt im Vordergrund, können aber auch mal recht emotional leicht in den Musikbereich des Ambient abdriften. Hinzu kommt der akustische Rahmen in Form von Audioschnipseln, Radioübertragungen oder akustische Anweisungen vom Bodenpersonal, um eine immersive Stimmung zu erzeugen. Das gelingt dem Duo sogar ausgezeichnet gut, „Sojourner“ zeichnet viele historische Ereignisse der Raumfahrt mit Bildgewalt auf die akustische Leinwand.

So wird die Reise von Sojourner in insgesamt 9 Kapiteln erzählt, jeder Song mit ihrer ganz speziellen Thematik vereint sich unter dem Mantel des sphärischen Post-Rocks. Genug Zeit, dass die Formation ein klangliches Bild in den konzeptionellen Rahmen setzen kann. Das Duo hebt so richtig ab nach dem Intro mit dem Titel „
V99N62“, man weist auf traditionelle Weise den Weg im Post-Rock, den die Zwei beschreiten: melodisch, atmosphärisch und mit einer gewissen Klangästhetik. Auch die Stücke „Dilation“ oder dem Titeltrack „Sojourner“ präsentieren einen modernen Post-Rock mit gefühlvollen Klanglandschaften. Vor allem beim Song „8 billion“ ziehen wemissedthesky deutlich alle Register, der Live für den ein oder anderen Moment an faszinierender Gänsehaut sorgen dürfte. Spielerisch und unkompliziert sind hier die Melodien aufgebaut. Auch wenn das Schema schon oft im Post-Rock zelebriert wird, so wird man jedes Mal erneut wie ein Strudel mitgerissen.

Hin und wieder mag man etwas müde vom Post-Rock im Allgemeinen sein, weil im Genre durch all die Zeit ein gewisser Mainstream vorherrscht. Sehr oft fehlt es an neuen Facetten oder interessanten Interpretationen. Man kann das neue Album "Sojourner" von wemissedthesky da durchaus als ein Impulsgeber im Post-Genre ansehen. Ihr Stil, die Auffassungsgabe im musikalischen Bereich und den Drang, mit der Musik zu experimentieren, werden von der Band sehr ausgereizt und in eine sphärische Dimension gesetzt. Vor allem, wenn die Stücke als audiovisuelles Gesamtbild vor dem Publikum präsentiert werden. Landen wird „Sojourner“ am 09. Juni 2023 zwar nicht auf dem Mars, sondern auf den heimischen Streaming-Plattformen. Als Klang-Impression ist die letzte Single-Auskopllung "8 billion" integriert.

Bild
wemissedthesky, das sind Tim Kamenik & Ricco Schwarz aus Stuttgart.

Links zu wemissedthesky:

  • Homepage
  • Instagram
  • YouTube

Sojourner - Songliste/Dauer:

1. Complex 34 04:08
2. V99N62 03:31
3. Constellation 05:08
4. Laika, please forgive us! 05:34
5. Sojourner 04:43

6. Dilation 06:23
7. Drift 04:20
8. 8 billion 04:23
9. Contemplate! 05:26


0 Comments



Leave a Reply.

    RSS-Feed


    Labels

    Alle
    Ambient
    Indie Rock
    Indie-Rock
    Neoklassik
    Post Rock
    Progressive
    Shoegaze
    Singer/Songwriter
    Specials
    Unter Dem Radar



    "Die Musik ist die Sprache der Leidenschaft."

    Autor:

    André Schönauer


    Archiv

    Februar 2024
    Januar 2024
    Dezember 2023
    November 2023
    Oktober 2023
    September 2023
    August 2023
    Juli 2023
    Juni 2023
    Mai 2023
    April 2023
    März 2023
    Februar 2023
    Januar 2023
    Dezember 2022
    November 2022
    Oktober 2022
    September 2022
    August 2022
    Juli 2022
    Juni 2022
    Mai 2022
    April 2022
    März 2022
    Februar 2022
    Januar 2022
    Dezember 2021
    November 2021
    Oktober 2021
    September 2021
    August 2021
    Juni 2021
    Mai 2021
    April 2021
    März 2021
    Februar 2021
    Januar 2021
    Dezember 2020
    November 2020
    Oktober 2020
    September 2020
    August 2020
    Juli 2020
    Juni 2020
    Mai 2020
    April 2020
    März 2020
    Februar 2020
    Januar 2020
    Dezember 2019
    November 2019
    Oktober 2019
    September 2019
    August 2019
    Juli 2019
    Juni 2019
    Mai 2019
    April 2019
    März 2019
    Februar 2019
    Januar 2019
    Dezember 2018
    November 2018
    Oktober 2018
    September 2018
    August 2018
    Juli 2018
    Juni 2018
    Mai 2018
    April 2018
    März 2018
    Februar 2018
    Januar 2018
    Dezember 2017
    November 2017
    Oktober 2017
    September 2017
    August 2017
    Juli 2017
    Juni 2017
    Mai 2017
    April 2017
    März 2017
    Februar 2017
    Januar 2017
    Dezember 2016
    November 2016
    Oktober 2016

    Bild
    Hier geht es zur alten Seite von Gezeitenstrom auf Blogger.com

Powered by Create your own unique website with customizable templates.
  • Home
  • Vorstellungen
    • Jan-Dirk Platek-2024
    • Ellie Wilson
    • Lucy Clearwater
    • Garreth Brooke
    • Snorri Hallgrímsson
  • Reviews
  • Rubriken+Support
    • Jahresrückblick 2023
    • Belka&Strelka
    • Jahresrückblick 2022
    • Jahresrückblick 2021
    • Jahresrückblick 2020
    • Jahresrückblick 2019
    • Jahresrückblick 2018
    • PresseKit - Ein Leitfaden
    • WÆNDE – der Blick in die Vergangenheit.
    • Q3Ambientfest
    • Bekanntheit-Leitfaden
    • Bandsupport
  • Philosophie
    • Essay moderne Klassik
  • Impressum