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SILMUS - Laaksum (2019)

27/2/2019

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Laaksum
Bildgewaltiges Ambient aus Friesland.
In Dimensionen vorstoßen zwischen Nostalgie und Naturverbundenheit, akustisch verpackt mit verträumten Ambient – empfehlen kann man SILMUS aus den Niederlanden. Dahinter verbirgt sich der Musiker Gert Boersma, der einem wieder mal vorzeigen kann, was Musik in einem Menschen auslösen kann: Gefühle von Sehnsucht und Heimatverbundenheit. Sein aktuelles Album „Laaksum“ ist inspiriert von der Gegend Laaxum in Friesland. Gert Boersma malt mit der Musik Bilder von lakonischen Stimmungslagen, wie triste und graue Regentage, die von melancholischen Spitzen auf ein überragendes Niveau gehalten sind. Stilistisch einzigartig und doch jedermann wird akustische Tangenten finden.


Dabei begann alles mit einer Feder. Vielleicht so eine, die das Albumcover ziert. Kleine, banale Dinge, die große Schatten vorauswerfen. Als er an keinem bestimmten Tag in seiner Heimatstadt Leeuwarden die Straße entlangging, war es die Entdeckung einer einzelnen Feder, die Erinnerungen an Jugendtage und längst vergessene Bilder aus der frühen Kindheit wieder weckte. 2012 begann der Niederländer mit Ostara seine ersten musikalischen Schritte zu legen, es folgte das Werk „Shelter“ nach zwei Jahren. Das neue Album „Laaksum“ erschien im Februar 2019, das leider damit kämpft, die gebührende Aufmerksamkeit zu bekommen, dem das Werk zweifelsfrei zusteht. Denn die Klangstrukturen aus sphärischen Ambient, Post-Rock und Neoklassik sind meditativ und stimmig komponiert, angesiedelt zwischen Welten wie musikalische Größen von Stars of the Lid, July Skies und eine Prise Tenhi.

Ambient voller Tiefgang und emotionaler Bandbreite


Die große Stärke für sensible Seelen ist das Einfühlungsvermögen von dem Album. Fragile Gitarrenarrangements mit warmen Schichten, die einem sanft umhüllen. Typische Bögen, ummantelt mit neoklassischer Raffinesse, ein hoch-melancholisches Ambiente voller Tiefgang und emotionaler Bandbreite. Der Minimalismus und das ruhige Tempo ist eine weitere Charakterstärke vom zweiten Werk. Mit den befreundeten Musikern an Klavier, Schlagzeug und einem unvergleichlichen Cello kreiert SILMUS eine Atmosphäre mit bedächtigen Klanglandschaften. Dabei ist selbst ein expressionistischer Anstrich in einigen Stücken zu erkennen, oft darüber hinaus mit progressiven Ansätzen. Romantische Augenblicke, gepaart mit Sehnsucht sind auch exakt das, was Laaksum so bodenständig macht.

Die bildgewaltige Vorstellungskraft, was diese Musik im Hörer assoziiert, bleibt dabei jeden selbst überlassen. Wenn die tiefen Cellotöne mit den Gitarrenloops und Hintergrundgeräuschen einen so richtig im Ohr hängenbleiben. Das Gleiten der Möwen über die Gischt, regen-trächtige, dunkle Wolken und nasser Asphalt manifestieren sich in den Gedanken, genau wie die endlose Weite von Meer und Ozean. Diese eingängigen Melodien sind emotional geprägt und finden in einigen Songs geradezu ihren Zenit. Harmonie und emotionale Feinfühligkeit sind auf allen Songs der ausschlaggebende Aspekt. Teils friedvoll agieren die Klanglandschaften und decken einen sanft wie eine warme Decke ein. Eine Landschaft aus Tönen und Gefühl zu konstruieren, die einen gefangen hält mit ihrer magischen Aura. Gert Boersma ist das perfekt gelungen.

Akustische Ästhetik voller Gefühl und Magie


Insgesamt 10 doch recht unterschiedliche Stücke finden auf dem aktuellen Werk ihren Platz. Man wird auf traditionelle Klanglandschaften der alten Schule treffen, „Hectanred“ und vor allem „Sacred place“ zum Beispiel besitzen dank wundervoll, arrangierte Passagen und Naturverbundenheit eine sehr dichte Atmosphäre voller Wehmut und Sehnsucht nach dem Sommer. Songs wie das namensgebende „Laaxum“ oder „Wintering“ sind einfach pure Gedankenwelten jenseits der Horizonte. Man fühlt sich wie ein einsames Blatt, dass getragen wird vom Wind an unentdeckte Orte. Akustische Ästhetik voller Gefühl und Magie. Schau nachts in den Himmel, zähle die hell erstrahlenden Sterne, einer von ihnen ist unter Garantie sicher auch SILMUS.

Wer sich gerne treiben lässt, auf einer Woge endloser Romantik mit melancholischen Segeln, für den ist das neue Album „Laaksum“ der ideale Gefährte. Man wird sicher einige schöne Stunden mit der Musik von Gert verbringen, um in der Zukunft gerne an diese Augenblicke zurückzublicken. Leise und vertraut vermag diese Musik in die tiefste Ecke der Seele vorzudringen. Von meiner Seite aus ist das Album eine klare Empfehlung, man muss an dieser Stelle den Komponisten auch ein Kompliment machen für diese atemraubende Musik, mach unbedingt bitte so weiter und bleib wie du bist.

Bild
Der Niederländer Gert Boersma ist der Komponist und Musiker hinter SILMUS.

Links zu SILMUS:

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Laaksum Songliste & Dauer:

1. Laaxum 05:50
2. Dancing on the pier, discovering the sea 04:57
3. Hectanred 02:18
4. The spirit of morning light 03:07
5. Raise up 05:27
6. Meeting at stonerow 04:44

7. Silence is black 07:21
8. Sacred place 03:44
9. Wintering 02:19
10. Lay myself down 04:02
(gesamt: 43:53 min.)


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