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Me And My Two Horses - No Man's Land (2019)

12/3/2019

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Das Dunkle und faszinierende daran.
Es ist immer wieder faszinierend, wie sich Musiker im Laufe der Zeit entwickeln. Wie in diesem Fall die Hamburger Künstlerin Kristin Theresa Drechsler mit dem Musikprojekt Me And My Two Horses. In einem Porträt vorgestellt im Jahre 2016, hatte die Hamburgerin noch von ihren Zielen geschwärmt: „Mein Ziel ist es, noch freier zu werden, indem was ich mache, und meine Ideen schonungslos umzusetzen.“ Das hat sie geschafft, denn in diesem Monat steht das Debütalbum „No Man‘s Land“ in den Startlöchern. Inszeniert mit der Band, das Projekt hat die damaligen Solopfade von Kristin nun verlassen. Doch der eingeschlagene Stil bleibt im Grunde den Wurzeln bodenständig treu.


Mit dem Debütalbum betritt Kristin nun die musikalische Bühne mit einer gewissen Professionalität und mit großem Ehrgeiz. Das beweisen vorab schon die sehr gut gemachten Musikvideos, die dem eigenen Charme der Musik doppelt unterstreichen. Wie die Anfänge der Hamburgerin verlaufen sind, ebenso warum zwei Pferde eine gewisse tragende Rolle spielen, kann man in dem Porträt auf dieser Seite herausfinden. Zur aktuellen Livebesetzung gehören nun Schlagzeuger Jannis Reiher und Multiinstrumentalist Marius Maagard, welche dem jahrelangen schon vorhandenen Facettenreichtum weiter ergänzen und vervollständigen.

Impulsivität und Innovationskraft, die wahren treibenden Pferde.


Stilistisch ist die Musik von Me And My Two Horses schwer in Worte zu fassen und schon gar nicht in ein Musikbereich zu pressen. Irgendwo angesiedelt zwischen den Dimensionen aus Dark-Romantic Pop & Rock, einem surrealen Kammerspiel mit einer Prise Stimulus und dem Ambient. Deutlich herauszuhören der Expressionismus, untermalt mit experimentellen Musikanleihen. Instrumentalisiert durch Akkordeon, Magnus Chord Organ, Auto-Harp, Zither und Harmonium wird eine düstere, dystopische Atmosphäre zelebriert, mit leicht romantisch, melancholischen Kurven. Neben Klavier ist vor allem das Schlagzeug eine treibende und energische Komponente, die sich allzu gerne mit dem Gesang duelliert. So ist es auch kein Zufall, dass innere Dämonen besungen werden, die erschaffen und wieder eingekerkert werden, wie Gefühlswelten von Isolation und der persönlichen Apokalypse.

Das ganze mag auf den ersten Blick relativ verstörend und surreal sich anhören, doch No Man‘s Land sprudelt nur so von Kreativität und Innovation in den Klangfarben, die bei mehrmaligen Durchläufen ihre wahre Euphorie offenbaren. Vor allem der zweite Teil des Albums bringt eine gewisse energische und treibende Fassade zum Vorschein, die das Potenzial aufbringt, den Hörer mitzureißen. Das teils nostalgische „Apocalypse“ und „
Deliverance“ können zu diesem Aspekt ruhig als Paradebeispiel herangezogen werden. Es geht um Freiheit und Etiketten, eine besondere Art von Bipolarität, die Hörer bei gewisser Musik auch manchmal suchen. Die akustische Experimentierfreude der Hamburger verschmilzt auf vielerlei Art Genres und Subgenres zu einem homogenen Gefüge der Klangästhetik, der neugierig macht. Das auf und ab in der Dynamik von „23:4“ verdeutlicht das auf dem Album exorbitant. Das fast schon beschauliche und melancholische Musikstück „Salvation“ besitzt die Aura von Erlösung, welche eingängig und warm sich über einen legt, sicher ein Stück, welches nicht von der Feder am Notenblatt, sondern direkt aus der Seele von der Hamburgerin entsprungen ist. Alles kleine Highlights, die dem Album seinen gewissen Charme aufdrücken.

Man kann nur jedem raten, sich das Debütalbum von Me And My Two Horses sich einmal näher anzuhören. Sich nicht abschrecken lässt und in gewissen Sinn sich gefangenzunehmen von Impulsivität und Innovationskraft, denn das sind die wahren, treibenden inneren Pferde der Musikerin aus Hamburg. Die hat es geschafft, ein komplexes und vielseitiges Album einstudiert zu bekommen, dass eine gewisse Eigenständigkeit besitzt. Dazu muss man Kristin auch gratulieren, seit dem Beginn und wo sie nun heute steht mit ihrer Musik, ist bemerkenswert. Veröffentlicht wird No Man‘s Land am 22. März 2019 über das Label Moment of Kollapse Records. Neben der digitalen Version erscheint das Debüt auf CD und ebenso auf Vinyl.

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Kristin Theresa Drechsler aus Hamburg mit dem Musikprojekt Me And My Two Horses.

Links zu Me And My Two Horses:

Apocalypse (Official Music Video)

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No Man's Land Songliste / Dauer:

01. Lullaby 04:40
02. 23:4 03:50
03. Cannibal 04:58
04. Salvation 03:39

05. Demon 02:15
06. Apocalypse 04:59
07. Deliverance 03:48
08. Isolation 07:20
(gesamt: 35:32 Min.)


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