Klanglandschaften
  • Home
  • Vorstellungen
    • Jan-Dirk Platek-2024
    • Ellie Wilson
    • Lucy Clearwater
    • Garreth Brooke
    • Snorri Hallgrímsson
  • Reviews
  • Rubriken+Support
    • Jahresrückblick 2023
    • Belka&Strelka
    • Jahresrückblick 2022
    • Jahresrückblick 2021
    • Jahresrückblick 2020
    • Jahresrückblick 2019
    • Jahresrückblick 2018
    • PresseKit - Ein Leitfaden
    • WÆNDE – der Blick in die Vergangenheit.
    • Q3Ambientfest
    • Bekanntheit-Leitfaden
    • Bandsupport
  • Philosophie
    • Essay moderne Klassik
  • Impressum

aktuelle Reviews

Malcolm Parson - Letters from Home (2022)

26/4/2022

0 Comments

 
Bild
Charmante Briefe eines Cellisten.
Der Musikbereich der modernen Klassik begrüßt diese Woche einen weiteren Stern an ihrem Firmament. Der Amerikaner Malcolm Parson veröffentlicht am Freitag über Moderna Records sein neues Album mit dem Titel „Letters from Home“. Nun ist das Label seit vielen Jahren dafür bekannt, in diesem Genre wirklich herausragende Werke von Künstlern herauszubringen. Malcom Parson zählt hier definitiv dazu, der Musiker stand schon mit vielen musikalischen Größen auf einer Bühne. Das Konzept hinter seinem neuen Album „Letters from Home“ ist eine Art musikalisches Tagebuch, welches über seine Vergangenheit reflektiert. Das Ganze in einer wirklich anmutigen und cineastischen Klangvielfalt, nicht allein nur vom Klavier.


Geboren in New Orleans, zog Malcolm Parson im Alter von 11 Jahren nach Atlanta und begann sein Cellostudium privat durch das „Talent Development Program“ des Atlanta Symphony Orchestra. Der Amerikaner ist vor allem für seine Arbeit als Mitglied des Turtle Island Quartet und der Carolina Chocolate Drops bekannt. Als Komponist hatte er 2019 seinen ersten Durchbruch, als er mit Brian McOmber am Soundtrack zu dem Film „Little Woods“ zusammenarbeitete. Später folgten weitere Filmprojekte, aber auch als Musiker hat er die Bühne mit Bands wie The Eagles oder The Roots geteilt. Der Filmhintergrund kommt auf dem neuen Werk sehr zu tragen, das Album ist prinzipiell so komponiert, dass viele emotionale Spannungsbögen aufgebaut und verarbeitet werden.

Herzergreifend ist das Zusammenspiel zwischen Klavier und Streicher


Was „Letters from Home“ von anderen Werken in der modernen Klassik unterscheidet, wird beim ersten Hören auch sehr deutlich. Primär die Instrumentalisierung birgt viele Streich-Arrangements, das Klavier wird als ein Nebendarsteller behandelt. Es ist zwar in einigen Stücken präsent, doch der Fokus liegt in erster Linie auf Klanglandschaften vom Cello oder der Violine. Hinzu kommen marginale Klangblüten aus der Elektronik, doch das Album bleibt stets seinen klassischen Wurzeln treu. Der emotionale Grundton ist sehr variabel, heitere und freundliche Stücke wechseln sich mit ruhigeren und nachdenklichen ab. Sehr feinfühlig und gefühlsbetont sind die Kompositionen, strahlen eine romantisch-melancholische Note aus. Auf expressionistischer Weise erklingen die emotionalen Klangfarben, strahlen mal heller oder seichter, um ein malerisches Gesamtkonzept zu hinterlassen und verströmt an vielen Stellen eine tiefe Verwurzelung zu klassischen Ursprüngen. Wirklich herzergreifend ist das Zusammenspiel zwischen Klavier und Streich-Instrumenten, hier wird eine ganz spezielle Stimmung auf den Hörer übertragen, welches tief unter die Haut geht. Wie beispielsweise im Stück „No Love Lost“.

Insgesamt hat das Album 9 sehr unterschiedliche Stücke im Gepäck, die Spielzeit ist dagegen relativ kurz mit 23 Minuten ausgefallen. Trotzdem wird sicher jeder das Album in sein Herz schließen, wenn die melancholischen Nuancen einem überwinden. Gute Beispiele dafür gibt es mit den Stücken „Fleeting Thoughts“ oder „Ghosts“. Das Album braucht nicht mal die Zeit, auf den Hörer einzuwirken, schon bei den ersten Klangwellen fühlt man sich in einer anderen Welt, sanft umhüllt mit einer ästhetischen Klangdecke. Sehr dynamisch agiert „Space and Time“, bei dem Stück die Klangstrukturen mehr und mehr zur Entfaltung gebracht werden. Auch ausdrucksstark ist „St. Charles Ave“, bei dem der cineastische Grad sehr hoch angesiedelt ist. Man kann förmlich das Leben der Menschen hier erahnen, akustisch perfekt eingefangen, durch ein grandioses Spiel auf dem Cello.

Malcolm Parson bietet mit dem Album „Letters from Home“ viele interessante Gesichtspunkte und Ansätze, seine Stücke zu deuten und für sich zu kommentieren. Eine typische Form der Musik, die kostbar und zeitlos scheint, auch wenn sie bestimmt das Rad im Genre nicht neu erfindet, was es auch nicht muss. An dem sicher viele Freunde der klassischen Musik gefallen finden, Release ist wie erwähnt der 29. April 2022 über das kleine und charmante Label aus Kanada – Moderna Records.
Bild
Malcolm Parson ist ausgebildeter Komponist und Cellist.

Links zu Malcolm Parson:

  • Homepage
  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

Letters From Home - Songliste/Dauer:

1. Fleeting Thoughts 01:58
2. Westbank 02:38
3. St. Charles Ave 03:19
4. Ghosts 03:49
5. Ancestral Altar 01:22

6. Space and Time 03:50
7. No Love Lost 03:19
8. In Wonder 01:10
9. The Morning After 02:07
(gesamt: 23:32)


0 Comments



Leave a Reply.

    RSS-Feed


    Labels

    Alle
    Ambient
    Indie Rock
    Indie-Rock
    Neoklassik
    Post Rock
    Progressive
    Shoegaze
    Singer/Songwriter
    Specials
    Unter Dem Radar



    "Die Musik ist die Sprache der Leidenschaft."

    Autor:

    André Schönauer


    Archiv

    Februar 2024
    Januar 2024
    Dezember 2023
    November 2023
    Oktober 2023
    September 2023
    August 2023
    Juli 2023
    Juni 2023
    Mai 2023
    April 2023
    März 2023
    Februar 2023
    Januar 2023
    Dezember 2022
    November 2022
    Oktober 2022
    September 2022
    August 2022
    Juli 2022
    Juni 2022
    Mai 2022
    April 2022
    März 2022
    Februar 2022
    Januar 2022
    Dezember 2021
    November 2021
    Oktober 2021
    September 2021
    August 2021
    Juni 2021
    Mai 2021
    April 2021
    März 2021
    Februar 2021
    Januar 2021
    Dezember 2020
    November 2020
    Oktober 2020
    September 2020
    August 2020
    Juli 2020
    Juni 2020
    Mai 2020
    April 2020
    März 2020
    Februar 2020
    Januar 2020
    Dezember 2019
    November 2019
    Oktober 2019
    September 2019
    August 2019
    Juli 2019
    Juni 2019
    Mai 2019
    April 2019
    März 2019
    Februar 2019
    Januar 2019
    Dezember 2018
    November 2018
    Oktober 2018
    September 2018
    August 2018
    Juli 2018
    Juni 2018
    Mai 2018
    April 2018
    März 2018
    Februar 2018
    Januar 2018
    Dezember 2017
    November 2017
    Oktober 2017
    September 2017
    August 2017
    Juli 2017
    Juni 2017
    Mai 2017
    April 2017
    März 2017
    Februar 2017
    Januar 2017
    Dezember 2016
    November 2016
    Oktober 2016

    Bild
    Hier geht es zur alten Seite von Gezeitenstrom auf Blogger.com

Powered by Create your own unique website with customizable templates.
  • Home
  • Vorstellungen
    • Jan-Dirk Platek-2024
    • Ellie Wilson
    • Lucy Clearwater
    • Garreth Brooke
    • Snorri Hallgrímsson
  • Reviews
  • Rubriken+Support
    • Jahresrückblick 2023
    • Belka&Strelka
    • Jahresrückblick 2022
    • Jahresrückblick 2021
    • Jahresrückblick 2020
    • Jahresrückblick 2019
    • Jahresrückblick 2018
    • PresseKit - Ein Leitfaden
    • WÆNDE – der Blick in die Vergangenheit.
    • Q3Ambientfest
    • Bekanntheit-Leitfaden
    • Bandsupport
  • Philosophie
    • Essay moderne Klassik
  • Impressum