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Cédric Dind-Lavoie - 88 (2018)

24/11/2018

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Welten voller Anmut und Sehnsucht
Werte Musikfreunde der Neoklassik, vorstellen möchten wir den Komponisten Cédric Dind-Lavoie mit seinem frischen Album „88“, welches diese Tage veröffentlicht wurde. Es eigentlich wunderbar in das Roster von Moderna Records passen würde, aber das ist eine andere Geschichte. Während ich gerade bei Kerzenschein und einem Glas Wein diese Musik wieder und wieder höre, manifestieren sich im Kopf Welten voller Anmut und Sehnsucht im Kopf. Cédric D. Lavoie erschafft mit der Musik Dimensionen, in die man eintauchen kann, um sich zu verlieren. Auf die Art, die Musik immer vorbestimmt ist. Der cineastische Begleiter, der immer da sein kann, wenn kein Anderer Mensch in der Nähe ist.

Bevor wir auf das Album eingehen, eine kurze Biografie zum Kanadier. Cédric D. Lavoie ist ein talentierter Bassist, Pianist und Komponist. Im Kindesalter lernte er die klassischen Instrumente, Klavier und Violine, Später kam der E-Bass hinzu, sowie ein Studium von Jazz und Kontrabass an der Université de Montréal. Er ist sozusagen ein Multi-Instrumentalist, seine ersten Kompositionen erblickten 2015 das Licht der Welt. Das Debütalbu „Mismar“ war der erste Grundstein für eine mögliche Karriere des sympathischen Komponisten, der stetig seinen Weg der Klassik treu blieb und ebenso seine Bodenständigkeit niemals verlor. 88 knüpft da nahtlos an, inklusive ein Musikverständnis für die Neoklassische Musik, welches seit der Zeit intensiv ausgebaut wurde.

Ein Sinnbild einer melancholischen Seele vom Komponisten


Kommen wir zum neuen Album, welches schlicht 88 oder Eightyeight betitel wurde. Der Komponist erklär auch seine Herangehensweise: „Ich erforschte Aufnahmetechniken, die den Klang hervorheben, der aus der Mechanik des Klaviers und meinen Fingern auf der Tastatur resultiert. Diese Klänge sind selten akustisch hörbar, verleihen der Aufnahme jedoch einen intimen und faszinierenden Aspekt.“ Akustisch wird dieser Aspekt getragen von anmutigen und gefühlvollen Spiel auf dem Klavier, die unterstreichende Note bilden Arrangements der Streich-Instrumente. Hinzu kommen in das Klanggefüge oft Naturgeräusche wie der Regen oder minimale, elektronische Texturen vom Synthesizer. Diese Klanglandschaften besitzen einen melancholischen Charme mit romantischen Verwurzelungen.

Man kann sich, wie beschrieben, verlieren in den Kompositionen, geprägt durch eine besinnliche Ästhetik. Die Agogik ist sehr dynamisch involviert, Tempo und Charakter vom Klavier sind moderat in die Strukturen integriert. Es ist auch keine Revolution im Musikbereich, welches das Album anstrebt, eher ist es ein Sinnbild einer melancholischen Seele vom Komponisten, die Gefühle und das musikalische Herz zu Papier in Notenform bringt. Allen voran die Eingliederung vom Kontrabass gibt einigen Songs einen denkwürdigen Augenblick, der lange in Ohr und Gedächtnis widerhallt. Viele Interpretationen im Genre kann man auf dem Album entdecken, welches einen expressionistischen Anstrich sehr gut zu Gesicht steht.

Insgesamt beinhaltet das Album „88“ Neun Titel, die schon gerne mit ihrer eingängigen und romantischen Art tief in die eigene Seele vordringen können. Man mag auch das Album als komplettes Konzept ansehen und keinen Titel präsent hervorheben wollen. Alle faszinieren mit ihrer Eleganz und neoklassischem Charme. Zwei Songs muss man allerdings herausgreifen, denn an ihn haftet der Aspekt der zeitlosen, musikalischen Kunst. „Le bout de l'île“ und „Piano Interlude No.2“ sind prädestiniert, in weltweiten Playlisten integriert zu werden, dank wirklich beeindruckender Kompositionen. Vor allem „ Le bout de l'île“ ist so ein Kandidat, der einem mal wieder aufzeigt, wie zerbrechlich unsere Seele ist, wie fragmentiert und welche Wunden im Herzen wir beim Hören immer wieder ausgesetzt sind bei diesen Melodien. Zumindest Menschen, welche Licht und Dunkelheit im inneren tragen.

Generell kann man festhalten, Cédric Dind-Lavoie ist mit seinem neuen Album ein großartiger Wurf gelungen, an dem sicher viele Freunde der klassischen Musik gefallen finden. Ein sehr charmantes Werk mit viel Instrumentalisierung und auch in Eckpfeiler für das Genre der modernen Klassik. Es stimmt einen immer wieder freudig, dass es noch so großartige Künstler im klassischen Sinne gibt und man hofft, dass viele folgen mögen.

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Cédric Dind-Lavoie aus Montreal ist ein begnadeter Muli-Instrumentalist.

Links zu Cédric Dind-Lavoie:

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88 Songliste / Dauer:

1. Le début de la fin 04:53
2. Piano Interlude No.1
3. Ghost in the machine 04:58
4. Désescalade
5. Piano Interlude No.2
6. Le bout de l'île
7. Piano Interlude No.3
8. Etude sur du masking tape 05:07
9. [Outro]
(Gesamt:  34 Min.)


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