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aus - Everis (2023)

26/4/2023

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Japan ein Stück näher.
Konnichiwa
, werte Musikliebhaber von Klängen aus dem Land der aufgehenden Sonne. Eine reichhaltige Variation diverser Musikbereiche präsentiert der japanische Künstler Yasuhiko Fukuzono alias ‚aus‘ mit dem neuen Album „Everis“, welches heute über sein eigenes Label Flau veröffentlicht wird. Mit einer Leidenschaft dafür, die Natur der Geräusche um ihn herum wiederzuentdecken und neu zu erfinden, holt er sich Inspiration nicht nur von der Umwelt, sondern arbeitet gerne mit anderen Musikern zusammen. Auch auf „Everis“ sind einige Gastmusiker vertreten, die das Album ihre eigene Handschrift hinterlassen.


Nach der Gründung des Plattenlabels FLAU in Japan im Jahr 2006 hat Fukuzono durch seine geschickte und filigrane Klangproduktion, die auf exquisite Weise filmische Streicher und Elektronik mit Klängen aus dem Alltag kombiniert, Aufmerksamkeit erregt. Unter dem Label-Dach sammeln sich internationale Musiker, wie zum Beispiel der deutsche Pianist Henning Schmiedt. Das Debütalbum von ‚aus‘ „Sonorapid“ erblickte 2006 das Licht der Welt, danach ging es recht steil bergauf für den japanischen Komponisten, zumindest in der Region auf der Welt, wo er lebt. Er arbeitet in den Bereichen Sounddesign, Musikproduktion für Experimentalfilme und Werbung für internationale Marken. Nach einer längeren Abstinenz nahm der Japaner 2023 sein musikalisches Schaffen wieder auf. Resultat ist das neue Album „Everis“.

Vielschichtige Texturen mit expressionistischen Anstrichen


Nun kann man „Everis“ in akustischer Form schwer in Worte fassen. Viele Klangcollagen werden auf Ebenen gebündelt, um dies in authentischen Formen aufzusplitten. Die daraus entstehenden Klangfragmente verschachtelt der japanische Künstler in eine ästhetische Form der Kunst, reichert diese mit Facetten aus diversen Musikgenres oder strukturierende Synth-Passagen an. Vielschichtige Texturen, mit expressionistischen Anstrichen, werden auf dem Album verwoben. Töne und Melodien auf einer neuen Ebene der Interpretation, dazu stetig ein fragiler und betörender Unterstrich, der hin und wieder in die surreale Welten abdriftet. Das Album schippert durch so einige Musikbereiche, allen voran des Ambient mit neoklassischen Nuancen. Ummantelt mit Einflüssen aus dem Folk, dem Alternativen, Dream-Pop und selbst marginale Jazz-Facetten wurden integriert. Instrumentalisiert recht exorbitant, mit faszinierenden elektronischen Klanglandschaften, hat das Album von fernöstlicher Melancholie bis hin zur Euphorie so einiges Im Gepäck.

Insgesamt finden 10 verschiedene Stücke ihren Platz auf dem Album, wobei das letzte Drittel für Musikliebhaber der asiatischen Musikkunst viel zu entdecken gibt. Hier zieht der neoklassische Pfad deutlich an, mit einer sehr emotionalen Aura und Klangblüten aus dieser Region. Der Titel „
Memories“ ist da ein Paradebeispiel aus modernen Ansätzen und klassischer Bodenständigkeit, dank gefühlvollen Arrangements der Streichinstrumente. Sehr romantisch gehen die Melodien in das Ohr, wie Kirschblüten an einem Frühlingsmorgen fallen diese sanft und anmutig auf den Zuhörer herab. „Make Me Me“ hält einen leichten Noir-Charme inne, dank wundervollen Gesang, der mit jazzigen Tangenten das Nachtleben in so einigen Bars widerspiegelt. Das letzte Stück „Neanic“ verschmelzt ein gefühlvolles Klavierspiel mit elektronischen, romantischen Klangsphären, die in orchestralen Klangkathedralen münden. Auf dem neuen Album wird sicher jeder Musikfan einiges finden, was ihm verzaubern wird.

Yasuhiko Fukuzono verfolgt durchaus einen visionären Ansatz mit seiner Musik, diesen Aspekt kann man sehr deutlich auf „Everis“ finden. „Das Ergebnis ist ein Soundcocktail, der verlorene Erinnerungen, unvergessene Ereignisse und Aufnahmen aus mentalen Archiven veranschaulicht, die durch Audio interpretiert werden.“ So die eigene Aussage vom Komponist, das kann man wirklich unterstreichen. Das Album bringt in einigen Titeln die asiatische Region hierzulande sehr weit näher, als es den ersten Eindruck macht. Release ist heute, der 26. April 2023 über das hauseigene Label Flau. Dafür ein „Arigato“, Fukuzono-san.

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Hinter aus steckt der Flau-Labelgründer Yasuhiko Fukuzono. (Foto: Ryo Mitamura)

Links zu 'aus':

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Everis - Songliste/Dauer:

1. Halsar Weiter 05:00
2. Landia 03:44
3. Past From 05:33
4. Step (feat. Gutevolk) 05:29
5. Make Me Me (feat. Grand Salvo) 03:56

6. Flo 02:33
7. Swim 01:20
8. Memories 02:42
9. Further  02:08
10. Neanic (feat. B. Maurseth) 07:19
(gesamt: ca. 39 Min.)


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