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Unter dem Radar: Kalenderwoche 48 (2018)

3/12/2018

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In der Rubrik „Unter dem Radar“ verweisen wir rückblickend auf talentierte Bands/Künstler, die wir mit ein paar Zeilen eine Bühne bieten. Das Potenzial von manchen Künstlern auf unserer Welt ist einfach zu vielfältig, um nicht näher darauf einzugehen. In unseren Augen gibt es da draußen viel zu viele aufgehende Sterne am Himmel der Musik. Da es zeitlich nicht immer möglich ist auf Einzelne einzugehen, wird dieser Aspekt mit der neuen Rubrik abgerundet.

Kalenderwoche 48 mit: April Rain, Gregory Tan, Lucy Claire & Jesse Woolston.

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April Rain - To Whom It May Concern (post-rock)
Wenn das russische Quartett April Rain aus St. Petersburg wie aus dem Nichts ein neues Album herausbringt, kann es schon mal passieren, dass innerhalb von weniger als 24h das Werk Platz eins in Sachen Post-Rock einnimmt. Wie aktuell auf Bandcamp. April Rain haben in der Vergangenheit sehr deutlich gezeigt, dass sie ein sehr breites Musikverständnis besitzen, auch über die Genregrenzen hinaus. To Whom It May Concern ist moderner Post-Rock mit melodischer Dynamik und durchaus neue Facetten kann man auf dem aktuellen Werk entdecken. Nehme man beispielsweise den Song „Rust & Stardust. Vermutlich sind auch April Rain die Band, die ein „space oddity“ – Feeling hier am besten einzufangen verstehen. Dass diese moderne Interpretation vom Post-Rock seine Zielgruppe nicht lange suchen muss, beweist, wie oben eingeleitet, die Platzierungen auf Streaming Plattformen.
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Gregory Tan – Legacy (ambient)
Kein unbeschriebenes Blatt ist der Komponist und Multiinstrumentalist Gregory Tan. Aufmerksam machte der junge Musiker mit seiner EP Far and Away. Legacy ist sein aktuelles Album, das ein wenig sich unterscheidet und auch abhebt von vorherigen Werken. Seine Liebe und sein Talent Musik für Videospiele zu schreiben, findet auch auf dem neuen Album Einzug. Sehr orchestral sind die Bögen aus dem Ambient aufgezogen, ummantelt mit neoklassischen Nuancen und selbstredend sind moderne Post-Rock Bögen in den Klangstrukturen eingefügt. Sehr homogen formt Gregory Gitarrenarrangements und elektronische Passagen zu einem fesselnden und dynamischen Klangteppich voller Gefühl und Farbe. Cineastisch ist wohl das richtige Wort für Legacy, welches das komplette Album wie ein roter Faden durchzieht. 
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Lucy Claire – Scape Works (neoklassik)
Freunde der Neoklassik werden sicher in die Klangsphären von Lucy Claire über beide Ohren sich verlieben. Die in London beheimatete Komponistin agiert auf einer Ebene, die nur schwer in der Musik zu erreichen ist. Die 3 Lieder sind sehr gefühlsbetont, viele Klangfarben vermischen sich zu einem heterogenen Klanggefüge der Akustik. Die Kombination aus fragiler und romantischer Klassik mit elektronischen Tagenden und eingebunden Naturgeräuschen besitzt die Musik doch einen außergewöhnlichen Charme. Sehr sorgsam und expressiv wurden die Stücke einstudiert, selbst die Agogik ist sehr dynamisch ausgeprägt. Auch auf einem experimentellen Einschlag muss nicht verzichtet werden, was Scape Works sehr facettenreich und vielschichtig auszeichnet.
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Jesse Woolston – Nova (ambient)
Aus dem Land der Hobbits stammt Jesse Woolston, der neben Musik diverse andere Multimediale Projekte betreut. Doch vor allem im akustischen Sinne ist der Neuseeländer eine Bereicherung in verschiedenen Musikbereichen. Sehr beeindruckend, mit welcher festen Leidenschaft der Künstler moderne Klassik mit Elementen aus dem Ambient eingeht. Kurz gesagt: Jesse Woolston komponiert sehr ätherische Klangfarben, mit dichter Atmosphäre und cineastischen Strukturen. Die EP Nova wurde in erster Linie komponiert, um den Hörer gefangen zu nehmen und ihn zu bezaubern, auf einer sehr romantischen Art und Weise. Diese Klanglandschaften verschmelzen mit der eigenen Vorstellungskraft und entführen den Hörer in Dimensionen voller Emotion und einer wahren Klang-Ästhetik. Vor allem das Stück „Ad Astra“ ist eine beeindruckende Reise durch Sphären eleganter Akustik.


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