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Mel Parsons - Glass Heart (2018)

20/12/2018

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Indie-Kunst aus Neuseeland.
Auch im Musikbereich der Singer/Songwriter mit Indie-Anteil gibt es immer wieder Überraschungen. Ein Genre, das persönlich am Herzen liegt und in manchen Medien viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Dabei ist die handgemachte Musik mit sehr viel Herz und Tiefgang durchaus immer ein Hörvergnügen. Vorstellen möchten wir die Neuseeländerin Mel Parsons mit ihrem neuen Album „Glass Heart“, die gerade in der Region für Aufmerksamkeit sorgt. Aber auch mit dem Hintergrund, da die Musikerin vielleicht Deutschland in Zukunft mit ihrer Musik erneut beehren möchte.

Dabei besitzt Mel Parsons ein ausgesprochenes Talent und ist eine ambitionierte Musikerin. Ihr Debütalbum 'Over My Shoulder' war 2009 Finalist bei den New Zealand Music Awards für das beste Folk-Album des Jahres. Ebenso der Nachfolger. Ab da ging es bergauf mit der Solokarriere, es folgte ein erweitertes Musikverständnis und die Findung eines eigenen Musikstils. Vor allem ist Mel Parsons viel und gerne unterwegs, quer über den Erdball. Die Reisen und die da gewonnene Erfahrung dienen oft als Inspiration und fließen in ihren Songs nahtlos mit ein. So auch auf dem aktuellen Album „Glass Heart“, welches hauptsächlich in den Staaten fertiggestellt worden ist.

Laute und leise Töne in emotionalen Gefühlswelten


​Aber kommen wir nun zur Musik, die wahrlich eine gefühlvolle Seele besitzt und tief mit Emotionen aufwartet. Die allgemeine Verschachtelung von typischen Folk-Elementen, Singer/Songwriter Facetten und sphärischen Indie Rock, ist auf Glass Heart sehr gelungen und ausgeprägt. Inklusive einen emotionalen Anstrich, die durchaus unter die Haut gehen kann. Die Akustik der Songs ist ausnahmslos ein homogenes Gefüge aus melancholischen Nuancen und einer gewissen Bodenständigkeit. Eingängig sind die Klangstrukturen, hervorgehoben durch malerische Gitarrenakkorde im Zusammenspiel mit typischen Instrumenten im Indie-Sektor. Vor allem der Gesang mit seiner intimen Fragilität ist ein Kernpunkt, der sanft die Geschichten sphärisch dem Hörer entgegenbringt.

Die Stärke von Glass Heart liegt auch im Minimalismus und der Dynamik. Das Album wirkt nicht überladen, ist leicht als Hörer aufzunehmen, um zu Akustik und Text seine eigene Interpretation zu ziehen. Mal balladenhaft, dann wieder rockig zieht die Neuseeländerin so ziemlich alle Register aus den verschiedenen Musikbereichen. Die Konvergenz auf dem neuen Album erreicht in einzelnen Stücken eine ganz eigene Interpretation. Von Melancholie bis hin zur Euphorie wird man auf dem Album so einige Songs finden, die man als persönliches Highlight ausmacht. Laute und leise Töne, musikalisch manchmal umgesetzt in emotionalen Gefühlswelten.

Zeitlose Kunst im Indie-Bereich


​So ist es nicht verwunderlich, wenn manche Menschen den Albumtitel daher wörtlich nehmen. Einige Stücke haben wirklich die Ästhetik das Herz zu durchbohren oder zumindest sehr durchsichtig wirken zu lassen. Allen voran der Opener „Blame“, ein Stück zeitlose Kunst im Indie-Bereich, wo sich Mel Parsons sich selbst übertroffen hat. Hier wird eine beeindruckende, musikalische Bindung zum Hörer aufbaut, die man sich schwer nur entziehen kann. Das gleiche gilt für die Stücke „Breaking“, „Deadwood“ und „I got the Lonely“, romantische Klanglandschaften mit einer Tendenz sich darin zu verlieren. Insgesamt finden sich 10 unterschiedliche Stücke auf Glass Heart wieder, der ruhige Faden ist zwar durchgehend auf dem Werk zu finden. Allerdings hin und wieder aufgelockert mit beschwingten und lebhaft, rockigen Musikstücken wie beispielsweise auch die Singleauskopplung „Just 'Cause You Don't Want Me“.

Abschließend kann Glass Heart von Mel Parsons mit seinen komplexen Landschaften durchaus überzeugen. Es ist ein Album, welches sich ganz weit weg vom Mainstream positioniert, mit den eigenen Gegebenheiten und der Vielfalt. Es beinhaltet im Prinzip alles, was Musikfreunde im Bereich der Singer/Songwriter mit Indie-Anleihen begehren. Technisch sauber umgesetzt und wie oben beschrieben, mit sehr viel Herzblut komponiert und geschrieben, dass durchaus seine internationale Daseinsberechtigung besitzt.
Mel Parsons
Glass Heart ist das neue Album von Mel Parsons.

Links zu Mel Parsons:

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  • Twitter
  • Instagram
  • Label: Cape Road Recordings

Glass Heart Songliste / Dauer:

1. Blame 03:28
2. I Got the Lonely 03:02
3. Glass Heart 03:08
4. Just 'Cause You Don't Want Me 03:19
5. Deadwood 03:56
6. Dream Find 04:10
7. Breaking 02:42
8. Come Over Lover 03:03
9. Bottom of the Street 03:21
10 .What Would You Change 03:10

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