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Johannes Hirschmann - Fragments (2019)

14/4/2019

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Ein Debüt wie ein aufgehender Stern.
Nächste Woche erscheint ein Debütalbum von einem Komponisten, dessen Namen man sicher noch öfters im Musikbereich der modernen Klassik hören wird. Johannes Hirschmann ist ein deutscher Pianist und Komponist, der abwechselnd in Berlin und Paris lebt und arbeitet. Sein Debüt in Album-Form hält nächste Woche mit dem Titel „Fragments“ Einzug. Stücke als reine Klaviersonaten vorgetragen, mit dem Potenzial, eines Tages in großen Konzerthäusern aufzutreten. Fragments bietet teils improvisierte, teils durchkomponierte Klaviermusik im klassischen Bereich.


Bevor es zur Musik geht, ein paar Wörter über die Biografie vom jungen Pianisten. Ausgebildet in der klassischen Musik konzentrierte sich Johannes zunächst auch auf diesem Musikbereich, war jedoch bald von der modernen Klavierimprovisation fasziniert und zeigte einen einzigartigen zeitgenössischen Stil, der sein Publikum von Anfang an faszinierte. Johannes nahm 2007 seine Debüt-EP „Songs für Jane“ im Alter von 20 Jahren auf, 2010 folgte die 2. EP, eine weitere Sammlung von improvisierten Solo-Klavierstücken. In den letzten Jahren arbeitete er an sein Debütalbum. Wie schon bei seinen vorherigen EPs begann er mit kleinen Improvisationen – thematischen Fragmenten, die er später zu kompletten Stücken entwickelte, obwohl Improvisation immer ein zentrales Element seiner Musik blieb.

Homogenes Klang-Gefüge im Gesamtbild der modernen Klassik


Nun ist es immer schwer, reine Klaviermusik in Worte zu fassen. Man kann man Fachbegriffen um sich werfen, doch das wird in meinen Augen nie der Musik auch gerecht. Es geht immer um Emotionen, die der Pianist zum Ausdruck bringt und die an den Hörer weitergegeben werden. Das ist auf Fragments nicht anders. Die Sonaten sind dafür auch ausgelegt worden, eine breite Palette an Empfindungen einzufangen. Johannes Hirschmann lebt seine Gefühle auf dem Klavier aus, was man sehr deutlich an einzelnen Stücken heraushören kann. Das Tempo reicht von ruhig und langsam, bis zu heiter und schnell. Hoch romantische Momente, was der Pianist in vielen Stücken hier einem auf dem Klavier entgegenbringt. Vor allem bei den texturierten Stücken voller Sehnsucht und Melancholie geht immer wieder das Herz auf das neue auf.

Mit fragilen und zarten Klavierspielen erreicht der Pianist so auch eine Ebene der Emotionalität, welche auch so einzigartig sind im Genre der modernen Klassik und die einen immer wieder gerne gefangen nehmen mit dieser Harmonie. Elegant und mit charmanter Romantik erklingen Stücke wie "Can't Be Ordinary“, "Talk“ oder das herzergreifende Lied "Circle“. An diesen Klaviersonaten merkt der Hörer förmlich, dass das Klavier für den Künstler der pure Ausdruck von Gefühl und Gedanken ist und bleibt. Mit mehr Tempo, Dynamik und Spielfreude fliegt der Pianist bei "So Spacious“ über die Tastatur und manifestiert den Eindruck eines wahren Virtuosen der modernen Klassik. Insgesamt besitzt das Album 13 unterschiedliche Songs, auf nahe zu Allen lebt die Akustik der Stücke von ästhetischen Gesichtspunkten am Klavier. Sehr expressionistisch sind die Stücke arrangiert, hin- und hergerissen vom melancholischen Schleier oder dem hohen Musikverständnis des Komponisten, der Song „I-II-III“ steht dafür regelrecht Parade.

Selbst die technische Seite des Debüts ist auf einem außergewöhnlichen Level angesiedelt. Fragments wurde im Laufe von eineinhalb Jahren an verschiedenen Orten autonom aufgenommen und schließlich von Zino Mikorey (Nils Frahm, Ólafur Arnalds) gemastert. Daher fällt das Fazit auch recht eindeutig aus: Es ist ein aussagekräftiges Debüt geworden, Fans von verträumten und klassischen Klavierklängen dürfen sich den 19. April 2019 dick am Kalender anstreichen. Die Melodien auf dem Album sind alles andere als fragmentiert, sondern ein weites, homogenes Klang-Gefüge im Gesamtbild der modernen Klassik.

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Fragments ist das Debütalbum vom deutschen Komponisten Johannes Hirschmann.

Links zu Johannes Hirschmann:

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Fragments Songliste / Dauer:

1. Winter In An Empty Church 04:00
2. Can't Be Ordinary 02:03
3. Waiting For The Present 05:13
4. Circle 04:45
5. So Spacious 01:38
6. I-II-III 12:28
7. Everybody Wants The Cave 01:54

8. Oxytocine 04:57
9. Chronophobia 06:11
10. Talk 03:30
11. Intro-Main-Var3 04:56
12. You Changed And So Did I 02:56
13. Idle 04:07


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