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Captains of Sea and War - Remote (2016)

1/11/2016

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Remote (2016)
Breitgefächerte Rocklandschaften
So langsam entwickelt sich Musik aus Spanien längst nicht mehr zum Geheimtipp. In letzter Zeit machen mehr und mehr Formationen den Schritt raus aus der Versenkung des Untergrunds. Eine freudige Entwicklung kann man da nur festhalten. Captains of Sea and War ist da schon etwas weiter, die vier Männer aus Barcelona teilten dieses Jahr schon die Bühne mit Größen wie Tides of Nebula. Der Bekanntheitsgrad dürfte sich weiter steigern mit ihrem neuen Album „Remote“, das zweite Werk nach dem Titeldebüt. Zu Hause im Post-Genre bringen Captains of Sea and War einige markante Merkmale mit auf dem neuen Werk.

Das Album Remote ist gekennzeichnet durch eine prägnante Vielschichtigkeit und Kreativität. Die Spanier verschachteln Einflüsse aus dem Post-Rock, Stoner-Rock und dem progressivem zu einem dynamischen Klangteppich. Das Besondere an diesem Stil ist der Punkt, das in gewissermaßen keines der Genres besonders in den Vordergrund rückt. Während viele Formationen sich auf einen gewissen Bereich der Akustik festlegen, gelingt es den Spaniern, die Komponenten einheitlich in die Klangstrukturen einzuarbeiten. Vor allem die Wechsel von Härte und Tempo sind ein Aushängeschild von Captains of Sea and War.

Sehr dominierend sind da dementsprechend die Gitarren ausgefallen, die eine breite Palette der Genres verarbeiten. Auch das Schlagzeug spielt bei den Songs eine wichtige Rolle, welches sich nahtlos in die Klanglandschaften integriert. Insgesamt warten acht Songs auf Remote, jeder Einzelne verspricht eine eigene Interpretation des Rocks von den Spaniern. Bis auf dem Opener sind diese zwar fast alle reine instrumentale Stücke, die sich ihre Fanbasis sicher nicht lange suchen müssen.
BildCaptains of Sea and War aus Barcelona
Hört man einige Lieder auf Remote etwas näher an, fallen direkt charakteristische Stücke der Vier auf. Da wäre „Aral Tengizi“ mit seiner hochdynamischen Spielfreude. Von den imposanten Gitarrenarrangements wird man sicher ins Schwärmen geraten. „Assale“ spielt mit progressivem Rock gleichermaßen wie mit psychedelischem Gewicht. Dieser Song stellt auch einen Eckpfeiler des Albums dar, bei dem die Spanier so ziemlich alle Register ihres Könnens ziehen. Das kann man auch von „Bemaraha“ behaupten, mit seinen eingängigen Gitarrenparts. Tendenziell könnte man jeden Song auf Remote hervorheben, Captains of Sea and War haben ein facettenreiches Werk zusammengefasst.

Remote kann man mit seiner vielfältigen Art gar nicht so recht in Schubladen stecken, was man auch nicht tun sollte. Viel Potenzial steckt in dem Album der Vier aus Barcelona, im Bereich des Rock-Genre wird einem doch recht viel geboten. Anzumerken wäre noch der Aspekt, dass es die digitale Version auf Bandcamp unter der Rubrik „pay what you want“ zu haben ist. Fans und Sammler greifen auch zum Digipack für 10 Euro mit fabelhaften und hochwertigem Design und Artwork.

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