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Ashot Danielyan - Diana (2017)

6/11/2017

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Ashot
Eine akustische Perle zum Geburtstag
Bereits im letztem Jahr waren wir von den Kompositionen auf den Alben der Winter Meditations von Ashot Danielyan sehr beeindruckt. Der Pianist scheint außerdem in einem endlosen Pool an Kreativität zu schwimmen – Über 10 Alben und 3 Eps stehen für moderne Klassik in der heutigen Zeit. Gut so, dass der Moskauer in regelmäßigen Abständen die Fans am Genre mit fast schon einzigartigen Stücken verwöhnt. Wie auf seinem neuen Werk „Diana“, eine Art Geburtstagsgeschenk an einer guten Freundin vom Pianisten.

Gemeint ist Diana Labash, die sicher mit einem eigen dafür, gewidmetes Album das Höchste Gut eines Komponisten zum Geburtstag erhalten hatte. Generell muss man ebenso auch einmal festhalten, dass die klassische Musik von Ashot Danielyan ihren eigene Magie ausstrahlt mit der dafür typischen melancholischen Verwurzelung. Ein Zitat von uns über Winter Meditation: „Es ist wie Balsam, dass sich akustisch auf unsere Seele legt.“ Mag der Komponist Ashot Danielyan in einer eigenen Liga spielen im Genre der Klassik, trotzdem ist der Erfolg weltweit recht überschaubar, was bedauernswert ist.

Ein Alleinstellungsmerkmal, nicht nur im Genre


Diese Musik hat mit ihrer meditativen Art durchaus das Zeug, in vielen Lebenslagen ein treuer Begleiter zu sein, ebenso das Album „Diana“. Ashot Danielyan versteht es nahezu perfekt, eine eigene Klangwelt zu erschaffen, gewohnt wie in den Vorgängern ist das Klavier eine tragende Säule mit seinen hoch romantischen Anschlägen und ruhigen, emotionalen Gerüst. Mit einer leichten Raffinesse untermalt mit elektronischen Facetten, auch Naturgeräusche finden wieder den Einzug in die doch recht exorbitanten, intimen Klangfarben.

Mag das Album zwar einer Person gewidmet sein, der Komponist lässt trotzdem jeden Hörer die Wahl der akustischen Interpretation: Sanft, leise und mit Wehmut erklingen die fragilen Stücke, die beinahe einen meditativen Zustand beim Hören auslösen können. Bedächtig und anmutig sind die Stücke „Sleep Well Diana“ oder „My Lovely Angel“ geschrieben, sehr viel Herz und Seele bringt der Komponist hier auf die musikalische Waagschale. Auch trotz experimentellen Anleihen, die marginal ausgefallen sind, bringen das gefühlsbetonte Konzept nicht zum Wanken, wie beispielsweise auf „Eastern Tale“. Besinnlich und trotz allem expressiv und emotional verankert auf dem Album.

Wie in seinem Vorgängern kann man die Musik von Ashot umschreiben: Die Kunst ist es ja nicht, ruhige und gedankenverlorene Lieder zu erschaffen, die den Hörer dann mit seiner melancholischen Art zu Tränen bringt. Die Kunst ist es, Stücke so zu komponieren, dass sie einen gedanklich die Hand ausstrecken und sagen: „Ich bin da für Dich.“ Ashot Danielyan‘s neues Album gelingt das wieder einmal auf das Neue und besitzt mit seiner sehr tiefen Melancholie auch ein Alleinstellungsmerkmal, nicht nur im Genre der modernen Klassik. Absolut empfehlenswert und wer schnell ist, darf an der Geburtstagswidmung gratis teilhaben auf Bandcamp, denn das Album ist noch unter der Rubrik „pay what u want“ zu haben.
 Ashot Danielyan
Ein Meister in der melancholischen Sprache der Musik: Ashot Danielyan.

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